Call for Papers

Persönliche Frömmigkeit Funktion und Bedeutung individueller Gotteskontakte im interdisziplinären Dialog

Archäologisches Institut – Universität Hamburg
25.- 27.11.2010

Das Bedürfnis nach einem individuellen Kontakt mit dem Übernatürlichem war und ist ein immerwährendes Phänomen unserer Gesellschaft. Gerade in Zeiten privater wie kollektiver Krisen wird dieses Bedürfnis augenscheinlich umso dringlicher. Ein ursprünglich in der Ägyptologie formulierter Begriff veranschaulicht diesen individuellen Gotteskontakt: die ‚Persönlichen Frömmigkeit’. Sie beschreibt das Verlangen des Einzelnen zur Gottesnähe und somit eine ganz eigene Verbindung zwischen dem Mensch und dem Göttlichen. Dieses individuelle Gotterleben kann neben dem Alten Ägypten auch in zahlreichen weiteren antiken und nachantiken Kulturen wie auch in unserer heutigen Zeit festgestellt werden.

Um einen transdisziplinären Diskurs über Ausformung, Funktion und sozio-religiöser Bedeutung dieses individuellen Gotteskontaktes anzuregen, sollen auf dieser Konferenz sowohl Wissenschaftler der klassischen kulturhistorischen Disziplinen – wie der Klassischen Archäologie, Ägyptologie, Kunstgeschichte oder Geschichtswissenschaften – als auch Forscher aus den Kultur-, Religions- und Sozialwissenschaften – wie der Theologie, Ethnologie, Soziologie, Psychologie und Religionswissenschaften – eingeladen werden. Durch die Gegenüberstellung historischer Materialien gewinnt schließlich auch die neuzeitliche Forschung neue Einsichten in ihre Fragestellungen.

Ziel der Tagung ist es, ein übergreifendes und interdisziplinär anwendbares Modell zur Erforschung ‚Persönlicher Frömmigkeit‘ zu entwickeln, um schlussendlich die Motivationen des Individuell-religiösen in unserer globalisierten Gesellschaft besser verstehen zu können.

Vorträge sollen folgende Themenkomplexe behandeln:

  • ARCHITEKTUR als Ausdruck ‚Persönlicher Frömmigkeit’
  • RITUELLE FORMEN ‚Persönlicher Frömmigkeit’
  • ‚Persönliche Frömmigkeit’ in BILD UND OBJEKT
  • ‚Persönliche Frömmigkeit’ als GESELLSCHAFTLICHES PHÄNOMEN


  • Abstracts (ca. 300 Worte) werden bis zum 01.06.2010 per email erbeten: mail@persoenlichefroemmigkeit.de

    Weitere Informationen unter: http://www.persoenlichefroemmigkeit.de


    I. Nielsen - W. Friese - A. Greve - K. Kleibl - K. Lahn



    In Kooperation mit dem interdisziplinären Forschungsschwerpunkt der Fakultät für Geisteswissenschaften, Universität Hamburg „Religion und Gesellschaft“ (www.uni-hamburg.de/rug/index.html)


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